Keine geringere Vergütung bei verzögerten Photovoltaik-Anlagenbau

Bei einem verzögerten Photovoltaik-Anlagenbau, wird die monatliche Reduktion der Vergütungssätze, auch Degression genannt, bis Anfang 2024 ausgesetzt. Dadurch bleiben die Vergütungssätze in den Jahren 2022 und 2023 konstant. Dies soll dazu beitragen, mehr Photovoltaikanlagen auf Gebäuden ohne Eigenverbrauch zu installieren, die bisher unrentabel waren. Neue Vergütungssätze sollen diese Lücke schließen und es ermöglichen, dass eine Eigenverbrauchs- und eine Volleinspeise-Anlage auf demselben Gebäude gleichzeitig in Betrieb genommen werden können. Auf diese Weise kann eine Anlage auf hohen Eigenverbrauch ausgelegt und trotzdem das volle Potenzial der Dachfläche genutzt werden. Beide Anlagen müssen hierfür technisch voneinander getrennt sein (z.B. mit einem eigenen Wechselrichter).

Es ist zwar verlockend, höhere Vergütungen zu erhalten, aber man erhält die beste wirtschaftliche Leistung, wenn man eine Eigenversorgungsanlage besitzt. Der Vergütungssatz für die Einspeisung ist zwar niedriger, aber man kann den Strom vom Dach selbst nutzen und dadurch einen größeren wirtschaftlichen Vorteil erzielen.